1. Den Bestand nachvollziehbar erfassen
Stellen Sie vorhandene Unterlagen zum Dachaufbau und zur bisherigen Nutzung zusammen. Übersichtspläne, Fotos und dokumentierte Auffälligkeiten helfen, die nächsten Untersuchungen und die Leistungsabgrenzung vorzubereiten. Aus einem Foto allein lässt sich weder die Eignung eines Sanierungssystems noch der Zustand aller verdeckten Schichten ableiten.
- Bekannten Dachaufbau und frühere Sanierungen dokumentieren
- Schadstellen, Dachaufbauten und Entwässerung auf Plänen markieren
- Vorhandene Untersuchungen und noch offene Bewertungen benennen
2. Betrieb und Bauablauf gemeinsam betrachten
Ermitteln Sie, welche Bereiche unter und neben den Arbeiten genutzt werden. Die Abstimmung umfasst etwa Zugänge, Lieferverkehr, Arbeitszeiten und Bereiche, die zeitweise freizuhalten sind. Definieren Sie Abschnitte und Übergaben so, dass der Betrieb weiß, welche Arbeiten wann vorgesehen sind und über welchen Weg Änderungen mitgeteilt werden.
- Ansprechpartner für Gebäudebetrieb und Bauausführung benennen
- Materialtransport, Lagerflächen und Zugang zum Dach abstimmen
- Abschnitte, Freigaben und Kommunikationswege festhalten
3. Dachdetails als eigene Aufgaben aufnehmen
Die Fläche ist nur ein Teil des Arbeitspakets. Attiken, Lichtkuppeln, Entwässerung und Durchdringungen müssen in die Leistungsbeschreibung einbezogen werden. Klären Sie, welche Bauteile bestehen bleiben, welche ersetzt werden und welche weiteren Betriebe beteiligt sind. Planung, Arbeitssicherheit und geeignete Schutzmaßnahmen sind durch die jeweils zuständigen Fachverantwortlichen abzustimmen.
- Anschlussdetails und Dachaufbauten auflisten
- Zuständigkeiten für Blitzschutz und Blecharbeiten festhalten
- Absturzsicherung, Wetterbedingungen und Schutz der Nutzung berücksichtigen
4. Ein dokumentiertes Beispiel aus Bremen
Bei der Referenz Logistikareal Bremen wurden nahezu 3.900 m² Dachfläche im laufenden Betrieb saniert. Die vorhandene Abdichtung blieb erhalten; auf über 2.900 m² wurde die mechanische Befestigung der Bestandsfolie ergänzt. Ein Gruppenunternehmen führte im Nachunternehmerauftrag neue Bitumenabdichtungen und Arbeiten an Dachdetails aus. Die Flächenangaben bezeichnen Gesamtumfang und Teilumfang, sie werden nicht addiert.
- Attiken und Anschlussbereiche gehörten zum Auftrag
- Alte Lichtkuppeln wurden ausgetauscht und neue Elemente abgedichtet
- Die Dokumentation nennt eine abschließende Dichtigkeitsprüfung
5. Die Anfrage mit klaren offenen Fragen abschließen
Beschreiben Sie neben den vorhandenen Unterlagen auch, was noch nicht entschieden ist. Beispielsweise können Systemwahl, Ausführungsabschnitte oder Zuständigkeiten für einzelne Dachaufbauten noch offen sein. Diese Punkte gehören in die Abstimmung, bevor ein Subunternehmen seinen Leistungsumfang und die Konditionen für Ihren Auftrag bestätigt.
- Dachfläche, Detailanzahl und vorgesehenen Zeitraum nennen
- Betriebliche Einschränkungen und Schnittstellen darstellen
- Benötigte Unterstützung und verbleibende Aufgaben abgrenzen
